Der Kampf mit Hitlers „Mein Kampf“

Seit ein paar Tagen kursieren die interessantesten Beiträge im Netz rundum „das Buch der Bücher“ – oder sollte ich besser schreiben: das UNBUCH der Bücher. „Mein Kampf“ von Adolf Hitler.

Warum sollte man dieses Buch wieder auflegen? Warum sollte man es nicht tun?

Dass es – nachdem der Urheberschutz aufgehoben ist – neue Bedeutung erlangt, weil es eventuell offen in Buchhandlungen ausliegt, halte ich für ebenso ausgeschlossen, wie dass eine Neuauflage binnen Kurzem aus aufgeklärten Bürgern Neonazis macht und den „Ewiggestrigen“ einen neuen Frühling beschert. Dafür ist zu viel Zeit ins Land gegangen und seine Ideen längst überholt.

Es müsste sich darüberhinaus ein Verlag finden, der es neu auflegt, und Buchhandlungen, die es in die Schaufenster legen. Respektive Werbung! Es mag den einen oder anderen Publikumsverlag geben, der sich des Skriptes annähme – allein der potenziellen Auflagenstärke und der Werbewirkung wegen. Sex sells. Aber ebenso viele Verlage lehnen es wohl ab aus Angst, an seinen Inhalten gemessen zu werden. Dem halte ich entgegen, es wird „so viel Sch…“ verlegt, da kommt es auf einen mehr auch nicht an.

Rechnet sich eine Neuauflage? Wer würde es denn kaufen? Wer SOLLTE es überhaupt lesen?

Lesen sollte man es, wenn man will. „Neugier treibt den Geist“ lese ich gerade in einem Kommentar auf Facebook. Damit ist alles gesagt. Diejenigen, die seine Fahne heute noch heben, könnten dann – in lesbarer Schreibart – nachlesen, was für ein Geist Adolf Hitler war. Damit wäre ein Mythos – und für manchen Neonazi ein Märtyrer entzaubert.

In Kommentaren auf Facebook wird gerne die Schulzeit bemüht, inwieweit der Nationalsozialismus überhaupt zur Sprache kam. In meinem Fall gab es im Fach Geschichte eine Zeit VOR 1933 und eine Zeit DANACH – also ab 1945. Die 12 Jahre dazwischen wurden weitgehend im Schnellverfahren abgehandelt, die Lehrer scheuten sich. Unsere Geschichtslehrerin installierte jedoch eine Geschichts-AG, die den Nationalsozialismus zum Thema hatte. Für mich damals sehr interessant, war die Frage, wie Zeitzeugen (Nachbarn in unserem Ort) aus „drögen“ Zahlen Bilder machten. Jene Bilder prägten mein Weltbild.

Was man kennt, macht keine Angst. Lebendig wird Adolf Hitler  durch eine Neuauflage auch nicht. Insofern sehe ich einer Veröffentlichung von „Mein Kampf“ eher gelassen entgegen. Es wird der Welt nicht mehr nützen als es damals geschadet hat. Einen einzigen Vorteil hätte es: Das Exemplar, das ich damals zu lesen bekommen hatte, eine Ausgabe von 1937, war keine leichte Kost für die Augen.

 

 

Veröffentlicht von Katharina Kraemer

Frage 01: Wie heißt du und woher stammst du? Katharina Kraemer. Geboren als zweiter von eineiigen Zwillingen am Siebenschläfer-Tag 1964, bin ich am Niederrhein aufgewachsen. Ich habe mich lange als »Nordrheinwestfälin« verstanden, weil ich innerhalb dieses Bundeslandes »weit gereist« war. Später verschlug es mich nach München, wo ich meine Lebenspartnerin kennenlernte. Seit 2008 hat uns das Auswanderer-Losglück – mit verbundenen Augen mit dem Finger auf die Landkarte getippt – nach Ungarn verschlagen. Frage 02:Was gibt es Tolles in deiner Heimat zu erleben? Was ist sehenswert, was kennst du? Was möchtest du mal vorstellen? Was kannst du empfehlen? Die Antwort auf alle Fragen: Mich. Aber lohnt sich das? Mancher stöhnt: Hier ist ja nix los! Stimmt, stimmt nicht immer. Meine Heimat ist, wo mein Herz schlägt – manchmal ist es fehlplatziert, manchmal erobert es die Welt. Frage 03:Hast du Hobbys? Wenn ja, was machst du da so? Erzähl mal ein wenig darüber. Ich schreibe auf, was mich bewegt, seit ich weiß, was ein Stift ist. Eine Vielzahl an Geschichten ist entstanden, mal nachdenklich, mal humorvoll. Einige Kurzgeschichten und Gedichte wurden in Anthologien „für gute Zwecke“ in Deutschland und Österreich sowie in Literaturzeitschriften abgedruckt. Inzwischen sind sieben Bücher im Selbstverlag erschienen. Neben Schreiben? Kochen. SCHREIBEN IST WIE KOCHEN eine Leidenschaft ohne Kalorienzählen … Mein Vater – ein Koch – hat mir mal gesagt: Es kommt nicht darauf an, ob es allen schmeckt, wichtig ist, dass es den richtigen Leuten schmeckt. Wenn du dein Bestes gibst, werden es die bemerken, die es schmecken können. Auf die Zutaten kommt es an, auf deine Zunge und dein Herz. Mit Liebe gekocht hat noch jedem geschmeckt. Die anderen sollen zur Konkurrenz gehen, vielleicht stimmt da das Rezept. Frage 04:Was ist deine Passion? Bist du Autor, Künstler, Cover-Designer, Illustrator, Buchhändler, Lektor, Korrektor, etc.? Was verbindet dich mit dem Schreiben? Autorin, Korrektorin Ohne Worte möchte ich nicht sein Ohne Worte möchte ich nicht sein, sie zu denken, schreiben, lesen, ist von je her mein „Ding“ gewesen, nein, ohne sie möchte ich nicht sein. Wortlos träume ich mir meine Welt nicht, weil es mir nicht gefällt, Buchstabe für Buchstabe, Zeile für Zeile, bis alle Gedanken geordnet sind. Nein, ohne Worte möchte ich nicht sein. Frage 05:Was machst du hauptberuflich und wie kannst du diese Tätigkeit in deine Passion einbinden? Hilft dir dein Job oder ist er nur Mittel zum Zweck (ein Brotjob sozusagen)? Rentnerin. Zu jung dazu? Stimmt. Der »Brotjob« zuvor war vielfältig, von Altenpflege über Büroarbeit bis hin zu Verwaltungstätigkeiten. Mein Großvater – »der Vater der Rheinbücken« – hätte mich gerne als Bau-/Brückenzeichnerin gesehen. Daraus wurde aber nichts. Nur den Brücken bin ich treu geblieben. Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen! Sie existiert schon, besser immer noch, sie ist das ewige Himmelsjoch, das uns den Blick gradaus vernebelt, und menschliche Werte aus den Angeln hebelt. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen, sie existiert schon seit Menschengedenken, seit der ewigen Flucht aus dem biblischen Paradies, wo uns der Herrgott zum Tor herausstieß. Warum? Frage ich und suche nach Antwort: Weil das Unbekannte zu Tür hereinschneit, weil Besitztümer nur ungern geteilt werden, mit dem Nachbarn, egal wo auf Erden. Was plärrt ihr, was macht ihr für ein Gesicht? Habt ihr nichts Besseres zu tun? Nehmt eure Hände und formt daraus Brücken, dann teilt keine Mauer ein Herz in Stücke. Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen! Wir machen Brücken draus, für dich und für mich. Meine Nationalität? Mensch. Frage 06:Hast du schon mal was total Verrücktes getan? Wenn ja, was war das? Erzähl mal… Bin 2008 nach Ungarn ausgewandert. Zur Wahl stand noch Kenia. So was Verrücktes! Frage 07:Welche Ziele und Träume hast du in deinem Leben? Hast du schon was davon erreicht? Ich wollte immer wie Jimmy zum Regenbogen gehen. Ich wollte immer meinen Namen auf einem Buchumschlag stehen sehen. Ich wollte immer so vieles und fand meist etwas Besseres. Frage 08:Hast du Familie (z.B. Kinder), Freunde, Verwandte, Bekannte? Was machen sie so? Haben sie Einfluss auf dein Tun, dein Wirken? (Verfolgen sie dein Tun, unterstützen sie dich oder bist du ein Einzelkämpfer?) Ich lebe in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Und seit 2010 lebt meine Mutter auch hier. Sie unterstützen meine »Schreiberei« – mit Lob und auch Kritik. Den Rest mache ich selbst. Frage 09:Hast du Haustiere, wenn ja, was da so? Anton – ein Schäfermix. Er hält die Stellung in diesem »Weiberhaushalt«. Seit seine Kumpelinen die Regenbogentreppe vorangegangen sind, ist er der »Herr« im Haus. Frage 10:Gehst du auf Messen, Events, Veranstaltungen, Konzerten, Freizeiten, etc.? Wenn ja, was da genau? (Erzähl uns mal, was dich so interessiert.) Ich bin weniger die »Aus-Gängerin«, besonders seit ich »Aus-Gewanderte« bin. Ein Paradoxon? Vielleicht. Frage 11:Hier könnt ihr euch gerne selbst was ausdenken, was ihr über euch erzählen möchtet, was ihr zeigen möchtet, was euch wichtig ist. Ich baue lieber Brücken als Mauern, bevor ich mit Steinen schmeiße … DER UNTERSCHIED ZWISCHEN DISTANZ UND ENTFERNUNG LIEGT DARIN, DASS MAN ENTFERNUNGEN LEICHTER ÜBERBRÜCKEN KANN. Frage 12:Hast du eine Homepage, eine Autorenseite, einen Youtube Kanal, einen Podcast, einen xyz. Was möchtest du uns über dich zeigen? Wo kann man was zu dir nachlesen? https://katharinakraemer1.wordpress.com https://www.amazon.de/-/e/B00IJ9ZNZ6 https://www.facebook.com/KatharinaKraemerAutorin/ https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/… Es soll ja Bücher geben, die gekauft und auch gelesen werden. Manchmal, weil man den Autor oder die Autorin kennt oder eben kennenlernen will. Manchmal weil das Cover gereizt hat, der Titel oder auch die kurze Beschreibung auf dem Buchrücken. Und manchmal auch, obwohl das Cover nicht dem eigenen Geschmack entspricht, aber der Inhalt Lesegenuss verspricht. Manchmal, weil es einem empfohlen wird - zum Beispiel durch einen Rezensenten, der sich die Mühe gemacht hat, seine Eindrücke in Worte zu fassen, was quasi ungefragte Werbung für das Buch beziehungsweise dessen Verfasser ist. Dem Autor ist es letztlich egal. Was am Ende dabei rauskommt, ist es aber nicht. Manchmal muss man wohl WERBUNG machen, für das, was man macht. Nimm Dir Zeit zu Lesen für Kurzes und Längeres ... »Die Glückseligkeit des Himmels« 12 Geschichten aus dem Leben https://www.amazon.de/dp/B0742DTD48 https://www.bod.de/…/die-glueckseligkeit-des-himmels-kathar… „Cabo da Roca - Fels der Entscheidung“ lesbisches Coming-out https://www.amazon.de/dp/B01H2245AO https://www.bod.de/…/cabo-da-roca-katharina-kraemer-9783741… „Der falsche Rinderhirte in der wilden Puszta“ 6 Geschichten aus dem ungarischen Kessel https://www.amazon.de/dp/3741272442 https://www.bod.de/…/der-falsche-rinderhirte-in-der-wilden-… »Der alte Kauz und die vergessenen Ostereier« Neun tierisch menschliche Geschichten, mehr für die Großen ... https://www.bod.de/…/der-alte-kauz-und-die-vergessenen-oste… https://www.amazon.de/dp/B079Z1KD2P »Was bleibt ist Erinnerung - wie es war« eine transidente Biografie https://www.amazon.de/dp/B079RJVX64 https://www.bod.de/…/was-bleibt-ist-erinnerung-katharina-kr… Für Kinder und jung gebliebene »Alte« „Der Bläuling und die Wasserjungfer“ https://www.amazon.de/dp/374127402X https://www.bod.de/…/der-blaeuling-und-die-wasserjungfer-ka… „Oma Marthas Märchenbuch – 100 Jahre Es war einmal“ https://www.amazon.de/dp/3735786561 https://www.bod.de/b…/oma-marthas-maerchenbuch-9783735786562

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