„Habe fertig!“ – Oder nicht?

Nicht erst seit heute überlege ich, WANN ein Skript „fertig“ ist, ab wann man ein bestmögliches Manuskript zu einer Geschichte, einem Roman oder sonst einem Text hat. Ist es, wenn man meint: Ende…

Nein, ich glaube nicht. Eigentlich ist man nie fertig! Egal wie oft man sein „Geschreibsel“ mehr oder weniger kritisch und konzentriert liest, man findet wahrscheinlich noch Jahre später die eine oder andere Textstelle, die man besser schreiben, treffender formulieren kann. Gerade bei so Schreibtisch-Leichen finden sich solche Sachen, weil der Autor sich in all der Zeit weiterentwickelt und eine gewisse Distanz zu seinen Gedanken hat. Und nicht zuletzt – trotz guter Hilfsmittel für die Prüfung von Rechtschreibung und Grammatik – findet sich in der Endfassung immer noch der Fehler, den man am Anfang hineingeschrieben und nicht ausgebessert hat.

Fertig – ist ein hoher Anspruch, zumindest für mich. Nicht immer, aber immer öfter, je mehr Texte ich zum Lesen durch andere weitergebe.  Ich achte darauf, meine potentiellen Leser nicht über lässliche Fehlern stolpern zu lassen. Aber fehlerfrei sind meine Texte deshalb noch lange nicht. Bei einem Roman ist es sicher um ein Vielfaches schwerer, diesen Anspruch umzusetzen, als bei Kurzgeschichten oder Gedichten. Allein aufgrund der Seitenanzahl. Bei vielen Büchern, die ich gelesen habe, bin ich über „Kleinigkeiten“ gestolpert. Kaum eines war darunter, das fehlerfrei (in meinen Augen) war. Und seit ich das Self-Publishing im Netz entdeckt habe, musste ich feststellen, dass „kaum fertige“ Werke angeboten werden, zumeist noch mit dem Hinweis, man könne nicht für Fehlerfreiheit garantieren. Solange sie für den Leser kostenfrei sind, mag der eine oder andere gnädig mit dem Vorleger sein, ich finde es schon sehr zweifelhaft.

Ich habe ein Skript in der Schublade, dass seit Ewigkeiten aus der Taufe gehoben sein will. Doch so gerne ich diese Gedanken mit Lesern teilen möchte, dieses „Ding“ muss noch warten. Das Wort Ende ist seit 18 Jahren staubtrocken, aber es ist eben doch nicht „fertig“. Ich glaube, nun den richtigen Weg gefunden zu haben, und bin zuversichtlich, dass dieses Skript nicht zum Lebenswerk meiner Schublade mutiert.

Doch wie geht man an solch eine Überarbeitung heran, wenn man als Autorin nicht objektiv sein kann, die eigenen Augen gnädig über Fehler hinweglesen? Wenn die eigenen Gedanken im Kopf sauber über das Stirnband laufen, aber auf dem Papier vor einem eine Mischung aus Perfektion und Dilettantismus zu lesen ist, und man das gar nicht wahrnimmt. Dann ist ein Korrektorat und Lektorat die Rettung vor der Mottenkiste.

Ich bin froh, dieses Skript – ein Manuskript ist es ja nicht, weil es nicht handschriftlich geschrieben ist – in kompetente Hände zu geben. Vielleicht – eigentlich bin ich mir sicher, ganz sicher – bin ich bald so weit zu verkünden: „Habe fertig!“ Endlich. Endgültig.

Beiträge in Anthologien – helfen sie einem Verlagsvertrag für eigene Werke auf die Sprünge?

Jeder Autor fängt mal klein an, denke ich. Und er freut sich über so Nachrichten wie: ‚Ihr Beitrag kommt in die nächste Ausgabe unserer Anthologie. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Ihr Beitrag demnächst in unserer Sammlung erscheinen wird.‘ Besonders und gerade dann, wenn die Autoren-Vita noch keine ‚echten‘ papiernen Weihen aufführen kann, ist es schön, seinen Namen, sein Werk präsentiert zu sehen. Geht mir nicht anders.

Doch helfen solche Einträge in der Vita wirklich, einen Verlag auf sich aufmerksam zu machen? Bislang kann ich das nicht bejahen, aber vielleicht habe ich auch zu wenig Geduld. Inzwischen stehe ich mit unterschiedlichen Beiträgen in einer Handvoll Anthologien – mal mit einer Kurzgeschichte, mal mit einem Gedicht. Wer kauft so ein Sammelsurium unterschiedlichster Texte von unbekannten Dichtern und Schreiberlingen, die alle nichts mehr wollen als Anerkennung ihres geistigen Eigentums? Zumeist bleibt die finanzielle Anerkennung durch den Verlag aus, allerdings ist die Aufnahme des Beitrags kostenfrei (sollte stets so sein!). ‚Schließlich trägt der Verlag alle Kosten, da kann er dem Autoren seinen Beitrag nicht, bzw. nicht angemessen, honorieren.‘

Ich habe mich über den ersten Brief dieser Art sehr gefreut. Es hilft zumindest dem Autoren-Blutdruck. Aber hilft es auch weiter? Ich werde mich wohl in Geduld üben müssen.

Es wird nicht auf den Teller gekotzt, wenn es eigentlich geschmeckt hat

SCHREIBEN IST WIE KOCHEN …Mein Vater – ein Koch – hat mir mal gesagt: es kommt nicht darauf an, ob es allen schmeckt, wichtig ist, dass es den richtigen Leuten schmeckt. Wenn du dein Bestes gibst, werden es die bemerken, die es schmecken können. Auf die Zutaten kommt es an, auf deine Zunge und dein Herz. Mit Liebe gekocht hat noch jedem geschmeckt. Die anderen sollen zur Konkurrenz gehen, vielleicht stimmt da das Rezept. – Ich müßte dem hinzufügen: Zechpreller kommen bei nächster Gelegenheit als „Kostbarkeit“ auf die Karte…

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Beim Stöbern wünsche ich Ihnen viel Freude und so manche Entdeckung. Vielleicht schauen Sie einfach öfter mal vorbei, da es immer wieder Neues über mich zu lesen gibt.


Ohne Worte möchte ich nicht sein
Ohne Worte möchte ich nicht sein,
sie zu denken, schreiben, lesen,
ist von je her mein „Ding“ gewesen,
nein, ohne sie möchte ich nicht sein.
Wortlos träume ich mir meine Welt
nicht, weil es mir nicht gefällt,
Buchstabe für Buchstabe, Zeile für Zeile,
bis alle Gedanken geordnet sind.
Nein, ohne Worte möchte ich nicht sein.


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