Die Glückseligkeit des Himmels

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„Die Glückseligkeit des Himmels“
12 Geschichten aus dem Leben

https://www.bod.de/buchshop/die-glueckseligkeit-des-himmels-katharina-kraemer-9783744854467

200 Seiten, Print € 11,90 und Ebook € 6,99

Es läppert sich … wenn die Autorin wohl klingende Worte zu lesen bekommt.
„Hab das Lesen deiner Bücher sehr genossen und hoffe, du bleibst dran und schreibst noch viele weitere!“
Da kann ich doch nicht „Nein!“ sagen!

12 Geschichten aus dem Leben – für jeden Stundenschlag eine.

Ein volles Dutzend Kurzgeschichten aus dem Leben, denen der Tod und auch die Sehnsucht nach beidem nicht fremd sind.
Eine Enkelin als einsame Retterin in der Not, eine Selbstmörderin trifft ihren Widersacher. Der Leser begleitet vier Engel mit Leintuch bei der Arbeit … und noch Vieles mehr. Findet sich himmlische Glückseligkeit da, wo man sie am wenigsten vermutet, oder doch auf Erden?
Ein Buch mit nachdenklich stimmenden, so doch humorvollen Geschichten für jeden Stundenschlag.

Parkbank
NEUERSCHEINUNG !!!

Leseprobe:

Da merkte unser Freund plötzlich auf. Stimmen kamen vom Nebentisch. Getuschel drang an seine Ohren. Eindeutig. Er wandte den Kopf. Doch, da saß niemand! Jetzt rief jemand empört: »Ich suche mir eben selber einen Verlag! Basta!«
Verwirrt rieb Einauge sich das Auge.
Das konnte nicht wahr sein! Denn einzig ein Stapel Papier lag auf der Bank. Unser Freund stutzte.
»Jawohl. Das mache ich!« Der Stapel raschelte erregt. »Und wenn es das Letzte ist, was ich tue!«
Unser Freund grinste belustigt. »Was soll denn das werden?«
Das oberste Blatt sah mit böser Miene zu ihm hoch. »Ach, du bist ja noch schlimmer! Lass mich bloß in Ruhe!«
»Ich will dir ja nichts, aber … Wenn du so plärrst, dass alle Welt es hört, wird man halt neugierig. Was ist denn passiert?«
»Ich weiß nicht, ob dich das interessiert. Angehen tut es dich sicher nichts.« Das Blatt stellte sich halb auf. »Aber, da du der Einzige bist, der mit mir spricht … Nicht einmal die Verfasserin dieser Seiten interessiert sich mehr für uns.« Das Blatt wies mit einem Eselsohr auf seine Kollegen. »Nur, weil sie nicht genug Mut hat, liegen wir achtlos als vergessener Stapel in dieser Spelunke herum.«
»Wer sei Ihr denn?«
»Ich bin eine mehr oder weniger lose Sammlung von Geschichten. Eines von vielen Skripten, wenn dir das was sagt.«
Der Stapel beruhigte sich. »Wenn das so weitergeht, habe ich bald nicht nur diese blöden Eselsohren, sondern auch noch graue Haare – wie du. Wenn wir nur endlich einen schönen Platz fänden! Vielleicht sogar noch schön gebunden. Aber so«, der Stapel raschelte heftig, »so ist es nicht schön!«
»Das ist doch nur äußerlich, Freunde. Mir reicht es, wenn ich ein paar Blätter in der Hand rascheln höre.« Er strich tröstend ein Eselsohr glatt. »Darf ich?«
»Wie gern!«
Einauge nahm den Stapel und blätterte flüchtig durch. »Was haben wir denn da?«
»Das kitzelt!«
»Ich bin vorsichtig.«
Auf der ersten Seite war etwas handschriftlich vermerkt. »Wahrscheinlich von der Autorin«, murmelte er skeptisch. Durfte er das überhaupt lesen? Ach, das hat dich doch noch nie gestört. Er nahm die Augenklappe ab. Mit zwei Augen las er lieber.
»Du glaubst, ich habe nicht genug getan, dass du hier – wie du so schön sagst – nutzlos herumliegst. Das ist aber nicht wahr.«
Einauge hob verwundert die Brauen. Sollte das etwa an jemand Bestimmten gerichtet sein? Aber an wen? Vielleicht kam er der Antwort näher. Er las weiter.
»Wenn es nach den Leuten da draußen ginge, wärest du längst im Schredder gelandet, oder schlimmer noch: im Haifischbecken der Bezahl-Verlage. Also sei dankbar, dass ich dich nicht verscherbelt habe. So viele Skripte möchten Bücher werden, sie alle hecheln ihren Träumen hinterher, oder glauben sich am Ziel, wenn sie über einen Dienstleister einen handfesten Beleg im eigenen Regal stehen haben. Sie kriegen Stielaugen, wenn sie ihre Position betrachten, als wäre sie ihr Herzton. Sei es drum, Freunde! Ich lasse euch hier liegen, vielleicht kommt jemand vorbei, der euch zu schätzen weiß. Ich kann nicht anders. Lebt wohl …

EINDRÜCKE EINES LESERS

(Lektorenrezension)

„Was ich anstrebe, ist, die Dinge aus einem etwas anderen Winkel zu sehen.“
(Laurie Anderson)

Ausgehend vom wichtigsten Gut jedes einzelnen Menschen, seiner Lebenszeit, kreisen Katharina Kraemers neue Kurzgeschichten in höchst ausgereifter Weise um die Themen, die den Ernst des Lebens ausmachen. Das sind zunächst Liebe und Glück, aber auch, wie bereits der Klappentext sagt, Trennung, Abschied und Tod. Ganz ohne die „Bösartigkeit“, für die sie sonst gelegentlich, zum Beispiel aus ihren Drabbles bekannt ist, aber keineswegs ohne hintergründigen Humor, macht sie darin sehr empfindsam die menschliche Grundsehnsucht nach dem, was gerade nicht da ist, was man gerade nicht oder nicht mehr hat spürbar. So erscheinen die großen kleinen Erzählungen insgesamt getragen von einer sanften dunklen Melancholie, die ans Herz rührt.
Jeder, der schon einmal von seiner Liebe getrennt war, ohne zu wissen, ob man sich je wiedersieht, wird sich im „Schrei“ wiedererkennen können.
Die Titelgeschichte erzeugte bei mir von der ersten bis zur letzten Zeile senkrecht aufgestellte Haare am ganzen Körper, beschreibt sie doch das größte Glück, nach dem zwei vereinte Menschen überhaupt streben, und das auch noch mit einer ganz entzückenden, den Blickwinkel weit öffnenden „Verfremdung“ bester brechtischer Qualität.
Und „Die Erde steht still“ weist ganz erstaunliche Parallelen zu aktuellen Ereignissen um den Umgang der Religionen mit der Evolutionslehre auf.
Da die Autorin dabei auch vor so brisanten Themen wie Sterbehilfe und Selbstmord nicht zurückschreckt, sie aber mit einer schwebenden Leichtigkeit und äußerst liebevoll zu einer glücklichen Lösung führt, ergibt sich ein Buch, das nicht nur für diejengen, die die Schwere, die das Leben mitunter entwickeln kann, schon aus eigener Erfahrung kennen, mit Nachdruck zu empfehlen ist.

München, den 07.07.2017 AD.

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2 Gedanken zu „Die Glückseligkeit des Himmels“

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